"Er ist Kommunikator, Denker und Vernetzer. Der Musiker und Kulturmanager Kian Jazdi lebt in Hamburg, gestaltet gemeinsam mit Julian Prégardien das Liedstadtfestival, hat iranische Wurzeln und Schulmusik und Mathematik studiert. All das beeinflusst seine Arbeit."
'Der Musikvermittler Kian Jazdi über gesellschaftlich wirksame Kulturarbeit' SWR Kultur, 07/26
May 26
10. Polt Suppe
Münchener Biennale
17. Pulcinella
Theater Altenburg Gera
20. NO BODY (Premiere)
Thalia Theater Gaußstr.
22. - 24. Liedstadt Weimar
31. Lost & Found
Elbphilharmonie
31. Pulcinella
Theater Altenburg Gera
Jun 26
1. Lost & Found
Elbphilharmonie
5. Pulcinella
Theater Altenburg Gera
20./21. Liedstadt x Tonhalle Düsseldorf
Jul 26
3. Preisverleihung
TONALi-Award Mut zur Utopie
20. - 26. isaCommunity 26
mdw
Aug 26
Taking a break to avoid a breakdown.
Season 25/26
Archiv
MIGRANTENEXPRESS
MIGRANTENEXPRESS erzählt Geschichten von Flucht und Migration mit Fokus auf den Iran. Das interdisziplinäre Projekt stellt individuelle Lebensgeschichten in den Mittelpunkt, die nicht nur die Herausforderungen und Chancen eines Neustarts in einem fremden Land thematisieren, sondern auch die tiefgehenden Identitätsfragen beleuchten, die viele Geflüchtete und Migrant:innen betreffen.
Wer bin ich dort und hier? Wer kann ich sein? Was prägt mich? Fluchterfahrung als Identitätskrise.
Hier beginnt der MIGRANTENEXPRESS. Ausgehend von einem unbedingten Drang verstehen zu wollen, was Flucht für einen selbst und die anderen bedeutet, setzt sich das Stück in Liedern, Bewegung und gesprochenem Text mit dem Leben im Herkunftsland, dem Weg und dem Ankommen auseinander. Um ein künstlerisches Leitungs-Team, bestehend aus Kian Jazdi, Marlene Schleicher und Andreas Heise haben sich 14 Künstler:innen versammelt, die ein vielschichtiges Bild von Migration und Fluchterfahrung zeichnen. Entstanden ist ein Stück, das biografische, dokumentarische und fiktive Sequenzen vereint. Die Sprache wechselt und springt dabei zwischen Deutsch, Farsi, Englisch, Kurdisch und Armenisch, angelehnt an die migrantischen Lebensrealitäten der beteiligten Künstler:innen. Die Performances richten sich an ein breites Publikum, das sich mit den Themen Migration, Flucht und kulturelle Vielfalt auseinandersetzen möchte.
In der Spielzeit 24/25 wurde in vier ein- bis zweiwöchige Probenphasen gemeinsam mit den Künstler:innen der kreativen Prozess gestaltet und das Stück entwickelt. Das Ausgangsmaterial waren Interviews mit Iraner:innen verschiedener Generationen, die bis nach Deutschland geflohen sind. MIGRANTENEXPRESS verarbeitet diese Geschichten und Perspektiven, macht sie durchlässig für Menschen, die diese Erfahrungen teilen und mittlerweile in Hamburg leben. In mehreren Workshops wurden Menschen aus Hamburg in das Projekt miteinbezogen. So entstanden neue Texte, neue musikalische Einflüsse und Bewegungssprachen, die in die Gesamtdramaturgie eingebaut wurden.
Fotos: Sebastian Madaj
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Classical:NEXT 2025
Conference Session: Make it happen! Breaking the cycle of "we should"...
Im Rahmen von Classical:NEXT 2025 fand das interaktive Panel „Breaking the Cycle of ‘We Should’“ statt – ein Gespräch über Wandel in der klassischen Musikbranche. Gemeinsam mit Dorothee Kalbhenn (Konzerthaus Berlin), Beat Fehlmann (Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz) und Hannah Bregler (Schleswig-Holstein Musik Festival) habe ich diskutiert, was es wirklich bedeutet, Veränderung nicht nur zu fordern, sondern zu leben. Im Mittelpunkt standen Fragen nach Machtverhältnissen, Privilegien, Verantwortung und kultureller Relevanz. Klar wurde: Echte Transformation beginnt nicht mit Imagekampagnen, sondern mit ehrlichen Entscheidungen auf Leitungsebene – und mit der Bereitschaft, auch unangenehme Wahrheiten anzusprechen. Dass der Saal durchgehend gefüllt blieb, zeigt uns: Dieses Thema trifft einen Nerv. Und es braucht genau diesen Raum für offene, transparente Gespräche – auch (und gerade) wenn sie unbequem sind.
Ein herzliches Dankeschön an meine Mitdiskutierenden für ihre Offenheit, Klarheit und den inspirierenden Austausch – der übrigens beim Abendessen noch bis spät in die Nacht weiterging.
Wir stehen am Anfang. Aber wir sind dran.
Fotos: Christoph Mangler / Classical:NEXT 2025
KaiserRequiem
Volksoper Wien
Nov 2024 - Jan 2025
Der Kaiser von Atlantis von Viktor Ullmann / Requiem d-Moll KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart
Kaiser Overall herrscht als Tyrann über Atlantis. Als er schließlich den Krieg Aller gegen Alle erklärt, beschließt der Tod, seine Arbeit einzustellen. In einem Akt populistischer Demagogie präsentiert sich der Kaiser als Erfinder der Unsterblichkeit. Doch ohne Tod versinkt das Land im Chaos. Der Kaiser muss erkennen, dass seine Macht gebrochen ist.
Im Angesicht der Verfolgung und Vernichtung durch die Nationalsozialisten komponierte Viktor Ullmann 1943/44 im Konzentrationslager Theresienstadt mit seinem Kaiser von Atlantis ein erschütterndes Sinnbild gegen menschenverachtende Kriegstreiberei und totalitäre Machtstrukturen. Im Oktober 1944 wurde er – wie sein Co-Librettist Peter Kien – mit dem sogenannten „Künstlertransport“ nach Auschwitz deportiert und ermordet. Changierend zwischen Zeitoper, Mysterienspiel und Totentanz entfaltet Der Kaiser von Atlantis eine einzigartige theatralische Klangwelt.
Für die Premiere KaiserRequiem hat Dirigent Omer Meir Wellber eine ungewöhnliche Verschränkung von Ullmanns knapp sechzigminütiger Kammeroper mit dem vielleicht berühmtesten Torso der Musikgeschichte geschaffen: Wolfgang Amadeus Mozarts musikalischem Vermächtnis, dem Requiem d-Moll KV 626 – 1791 im Angesicht des eigenen Todes komponiert und vom Tod zerrissen. KaiserRequiem ist ein Dialog dieser beiden Werke über die großen Fragen des Menschseins. KaiserRequiem ist aber auch ein Zusammenwirken aller Sparten des Hauses: den Tänzer:innen des Wiener Staatsballetts, Solist:innen sowie dem Chor und Orchester der Volksoper Wien in der Regie und Choreographie von Andreas Heise.
Fotos: Ashley Taylor
Liedstadt HAMBURG 3.-13. Oktober 2024 in vier Bildern!
Fotos: Sebastian Madej
Power Sharing and Empowerment | Classical:NEXT 2024 Conference Session
The increasing importance of fostering progress and empowerment is fuelling a necessity for collaboration between a wide range of players; large arts organisations, concert halls, opera houses, orchestras - and associations, schools, and refugee centers. The former are able to present their projects in prominent contexts on large stages, and in return can profit from authentic participation thanks to independent partners with years of practice within diverse communities. While such conceptual collaborations can open access to life-changing music experiences for otherwise underrepresented parts of society, they also raise challenges for the organisational partners involved. Our unique perspective, gained from our dual experience in institutional and non-profit realms, allows us to engage in a self-reflective dialogue that uncovers the nuances of this approach. Dorothee Kalbhenn, Program Director of the Konzerthaus Berlin chairs this conversation with Kian Jazdi, Musician & Project Designer
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IMAGINE FREEDOM
Elbphilharmonie
Sep 2023 - Mai 2024
Was bedeutet Freiheit? Kann jede und jeder Einzelne frei sein und gleichzeitig in Frieden mit anderen leben? Diese und ähnliche Fragen haben sich junge kreative Menschen gestellt und beantworten sie im zuge des Community-Projekts der Elbphilharmonie mit Schauspiel, Tanz und Bewegung, Gesang und Musik. Mable Preach, die als Regisseurin unter anderem auf Kampnagel inszeniert, hat die Workshops federführend begleitet.
Die jungen Menschen auf der Bühne eint die Freude am Ausprobieren, Lust auf Musik und Choreografien entwickeln und Geschichten ausdenken. Inspiriert von gemeinsamen Ausflügen, Songtexten, aktuellen politischen Debatten, Musik und mehr, nimmt die Abschluss-Performance in Workshops ab Januar 2024 immer mehr Gestalt an.
Drei kreative Köpfe und gleichzeitig Workshopleiter:innen begleiten das Projekt: Mable Opuku Preach ist Regisseurin Choreografin, Kuratorin des Festivals für urbane BiPoc-Jugendkultur FORMATION**NOW und Leiterin des Kultur- und Jugendvereins LUKULULE. Sie setzt sich kritisch mit Rassismus und (Neo-)Kolonialismus auseinander und fördert Empowerment. Rike Maerten ist Dramaturgin und arbeitet schon lange mit Mable Preach zusammen. Kian Jazdi ist Musiker mit iranischen Wurzeln, der sich für mehr Vielfalt und Diversität in der Musikwelt einsetzt. Er ist sowohl in Klassik als auch Elektronik zu Hause
Community Ensemble
Shabnam Parvaresh Klarinette, Bassklarinette
Jakob Nierenz Violoncello
Moritz Hamm Schlagzeug
Liv Solveig Wagner Co-Einstudierung, Violine, Gitarre
Kian Jazdi musikalische Leitung, Klavier, Synthesizer
Mable Preach Regie
Rike Maerten Dramaturgie
Saffie Venus Lea Jallow Kostüm
c Daniel Dittus
Vortrag & workshop
HfM Karlsruhe - Career center
Apr 2024
PERSPEKTIVEN IN DER KONZERTGESTALTUNG
Erläuterungen zur außereuropäischen Musik
Das Deutsche Musikinformationszentrum hat 2017 analysiert, dassKonzerthäuser im Schnitt ca. 85% westeuropäische Klassik programmieren.
Im Vortrag stellt Kian Jazdi zunächst Fragen: Was hat sich seither (vermeintlich) geändert? Was ist beim Publikum und für das Publikum „noch zu tun“? Wer gestaltet eigentlich Programme und entscheidet, was auf die Bühne kommt?
Wir beschäftigen uns im weiteren Verlauf mit den mannigfaltigen, positiven Folgen von Diversitätsentwicklung in Programmen und in Teams und belegen deren Notwendigkeit.
Zwischendurch hören wir Musik von vier Ensembles, die es geschafft haben, sich im deutschen Konzertbetrieb durchzusetzen. Trickster Orchestra, asambura ensemble, Bridges Kammerorchester und Ensemble Colourage – vier durchaus verschiedene Ansätze zur Konzertgestaltung unter Einbindung außereuropäischer Musiken und Klänge.
EMPOWERMENT DURCH MUSIK
Musikalische Arbeit im prekären und/oder migrantischen Milieu
In seinem Basisworkshop gibt Kian Jazdi Impulse für die künstlerisch-pädagogische Arbeit mit Menschen aus verschiedenen Kulturen und mit verschiedenen sozialen Hintergründen. Sein Berufsleben dreht sich um Empowerment-Strategien in musikalischen Prozessen.
Kontaktieren Sie mich gerne, wenn die Formate Ihr Interesse wecken.
Music & Talk special 'classical music'
riaa bar
March 2024
/w Charlotte Oelschlegel
"Our wish is finally coming true. Classic Music for the first time at the RIAA. Music journalist and radio host Charlotte Oelschlegel [NDR Kultur Neo] and musician Kian Jazdi take a leap back in time from Steve Reich to the French Renaissance music of the 16th century. Both will guide us on their moderated, musical 'free walking tour' through the centuries, genres and eras, venturing step by step back to the present. We wander along Bach, Mozart, Schubert, Donizetti and Ravel until we land on a composition by Sara Glojnaric from the year 2023. Later in the evening, Charlotte and Kian create their own interpretation of a classical music concept by curating a new and diversity-oriented repertoire, bringing their vision of a post-genre classical music evening to the RIAA."
artwork by the legendary Alex Steinweiss
vortrag & workshop
Horizonte: nachhaltige perspektiven in der musik
musikland niedersachsen
jan 2024
VORTRAG: BASISWISSEN DIVERSITÄT IN KULTUREINRICHTUNGEN
„Was die Programme angeht, da sind wir gar nicht so schlecht. Was das Publikum angeht, da haben wir noch eine Menge zu tun. […] was die Personen angeht, die die Programme verantworten, da haben wir noch eine ganze, ganze Menge zu tun.“ sagte der Hamburger Kultursenator und Vorsitzender des Bühnenvereins Carsten Brosda im Podcast NEXT GENERATION, veröffentlicht am 10.01.2024. Der zunehmend artikulierte und berechtigte Wunsch nach „Diversität“ nimmt uns in die Verantwortung. Diversitätsentwicklung allerdingserfordert Wissen um Diversität und das Aneignen dieses Wissens scheitert oft an Überforderung. Im Vortrag ‚Basiswissen Diversität in Kultureinrichtungen‘ fangen wir von vorne und in Ruhe an. Wir beschäftigen uns mit den mannigfaltigen, positiven Folgen von Diversitätsentwicklung für Ihre Einrichtung und belegen deren Notwendigkeit. Wir fragen uns: Was ist eigentlich Diversität? Woran erkenne ich, ob meine Einrichtung „divers“ ist und wie kann ich im Zweifel beginnen Prozesse anzustoßen? Die allerdings wichtigste Frage lautet: Wo hole ich mir Unterstützung? Denn Hilfe werden wir benötigen - und das ist auch in Ordnung.
SEMINAR: DIVERSITÄTSENTWICKLUNG IN DER PRAXIS
Das Projektbüro Diversity Arts Culture schlägt fünf Handlungsoptionen für Diversitätsentwicklung vor. An erster Stelle steht die Erhöhung von Diversitäts- und Antidiskriminierungskompetenz – hier setzt der Workshop ‚Diversitätsentwicklung in der Praxis‘ an. In Kleingruppen, in Einzelarbeit und im Plenum gehen wir der Praxis in Ihrer Einrichtung etwas auf den Grund. Im geschützten Raum sprechen wir über individuelle Sorgen und Schwierigkeiten rund um den Themenkomplex und beschäftigen uns zuletzt mit Sprachsensibilität und derzeit gängigen Kulturbegriffen.
Kontaktieren Sie mich gerne, wenn die Formate Ihr Interesse wecken.
Brückenbau: transtradition in der musik
Badisches staatstheater x pantopia music
Nov 2023
Es hat in den letzten Jahren viele Ansätze der Reflexion darüber gegeben wie wir mit dekolonialisierten Ansätzen Musik gestalten – und vermutlich immer noch zu wenige. Aus der künstlerischen Praxis haben Künstler*innen antworten geliefert, die sehr unterschiedlich sind. Sie alle vereint, dass wir nicht mehr eine einzige allgemeingültige Antwort erwarten dürfen, was der richtige Weg ist, musikalisch Kulturen zum Klingen zu bringen ohne in die Falle der kulturellen Aneignung zu verfallen. Das Gespräch bringt Künstler*innen und Kurator*innen ins Gespräch über ihre Erfahrungen.
Bild: Sonja Walter, Miguel Buenrostro, Kian Jazdi, c Arno Kohlem
LUFTWURZELN
DRESDNER PHILHARMONIE
Feb - Sep 2023
Von Februar bis September habe ich an einem Projekt namens 'Luftwurzeln' in Dresden gearbeitet. Die Dresdner Philharmonie hatte das Ziel, den schattenlosen und auch im Sommer sehr heißen Platz außerhalb des Konzertsaals neu zu denken und pflanzte in der Folge Hunderte von Weidebäumen auf dem Vorplatz, die in hölzerne Kisten gesetzt wurden, auf denen man wiederum sitzen konnte. (Entwurf: Siehe Foto - Konzept: Rehwaldt - Landschaftsarchitekten)
In diesen Monaten bestand meine Aufgabe darin, eine Verbindung zwischen dem Raum vor dem Konzertsaal und dem Inneren herzustellen. Zusammen mit Jan Rasmus Voss habe ich einen Film über die Menschen gedreht, die sich im Dresdner Kulturpalast aufhalten. Mit dem Team der Dresdner Philharmonie organisierten wir mehrere Veranstaltungen in- und außerhalb des Gebäudes, die mit den Weidebäumen in Verbindung standen, wie zum Beispiel eine Rallye, die in den Weiden begann und Familien durch die große 'WG Kulturpalast' führte. Die WG Bewohner*innen: Das ist der Saal der Dresdner Philharmonie, ein Wissenschaftslabor und eine Bibliothek - hochspannende Orte der kulturellen Bildung.
Mit dem Marketingteam realisierten wir eine After-Work-Bar, die nach einer Veranstaltung zur After-Concert-Bar wurde. Zum Abschluss galt der Fokus der Vermittlungsarbeit. Neben einem wunderbaren Arbeitskreis-Treffen des Netzwerk Junge Ohren fand ein 3-tägiges Education Projekt mit Martin Renner und Vivi Vassileva statt, bei dem Instrumente aus Müll entstanden.
migranten express
fonds darstellende künste
arpil - juni 2023
Als ‚Migranten-Express‘ beschrieb 2015 Wilhelm Theuretsbacher, langjähriger Berufssoldat und jetzt Journalist beim Kurier (AUT), einen der wichtigsten Züge auf der Fluchtroute von der Türkei über den Balkan nach Wien und München.
Von April - Juni 2023 konnte ich mich Dank eines Recherche-Stipendiums des Fonds Darstellende Künste dem Iran von zwei Seiten nähern. Den Hauptteil bildet die Untersuchung von Fluchtgeschichten aus dem Iran verschiedener Generation. Aus welchen Gründen ziehen Menschen, die vor 50, 40, 30, 20, 10 oder vor drei Jahren zugewandert sind nach Deutschland? Gibt es Parallelen auf emotionaler Ebene? Wie gehen Menschen verschiedener Generationen mit Flucht um? Zahlreiche aufwühlende Interviews...
Das zweite Ziel war noch weiter in die persische Klangwelt einzutauchen und von Traditionellem, über Parsi Pop bis zur Avantgarde Musiken zu hören und mein Wissen und Netzwerk auszubauen.
...more to come!
LOVE est. 2023
elbphilharmonie
2021-2023
Ein Community-Projekt, so bunt wie Hamburg selbst: »Love est. 2023« bringt Hamburgerinnen und Hamburger mit ganz verschiedenen Hintergründen, Nationalitäten und Lebensrealitäten zusammen. Unter Anleitung von Künstlerinnen und Pädagogen erschaffen sie ein einzigartiges Kunstprojekt, das die vielen Facetten von Liebe in unserer Zeit einfängt: Die einen machen Musik, die anderen dichten und texten, die Dritten studieren Choreografien ein. Nach fünf Monaten wird alles zusammengesetzt und mit dem Ensemble Resonanz im Großen Saal der Elbphilharmonie aufgeführt – passend zum Internationalen Musikfest Hamburg, das 2023 unter dem Motto »Liebe« steht.
Wie lieben wir 2023? Was ist Liebe für dich? Solche Fragen stehen im Zentrum des Kunstprojekts »love est. 2023«, ausgeschrieben »love established 2023«, was so viel wie »Liebe im Jahr 2023« bedeutet. Das Ziel: Hamburger Menschen in all ihrer Vielfalt zusammenbringen.
Ensemble Resonanz
Community Ensemble
Tobias Schwencke Arrangement & Komposition
Michael Müller Regie
Marie Petzold Regie
Andreas Heise Choreografie
Marie-Luise Otto Kostüme
Andreas Larsmeyer Lichtkonzept
Charlotte Beinhauer Konzeption
Ilka Berger Konzeption
Kian Jazdi Konzeption & Leitung Einstudierung
Marte Darmstadt Co-Einstudierung
Alexander Itzke Co-Einstudierung
Martin Renner Co-Einstudierung
Sarah Lasaki Co-Einstudierung
Bild c Daniel Dittus
VOICES
daniel dominguez teruel x Kampnagel
Jan - April 2023
VOICES ist eine immersive Landschaft und ein musikalischer Irrgarten, zusammengestellt aus einem Chor von 50 sehr unterschiedlichen Stimmen. Die Sänger*innen bilden mit ihren Stimmen und Körpern das Setting und den Sound, indem sie a cappella ihre persönlichen Hymnen bzw. Lieblingshits gleichzeitig und übereinander lagernd singen, sprechen oder rappen. Das Publikum bewegt sich frei durch dieses Stimmen-Labyrinth und erlebt jeweils eine persönliche Sound-Mischung – einzelne Stimmen treten in den Fokus, überlagern und mischen sich mit anderen Stimmen und verschmelzen so zu einer kaleidoskopartigen Klanglandschaft. Im Kern geht es dabei immer wieder um das Gefühl der Einsamkeit und Unverbundenheit, das Daniel Dominguez Teruel als Symptom der gegenwärtigen Gesellschaft zum Ausgangspunkt seiner künstlerischen Auseinandersetzung macht. Als zweiter Teil des Musiktheater-Zyklus »How to Listen to Monuments and What to Listen to When Everything is Melting« schließt VOICES thematisch an LOVESONG an, spaltet dabei die monolithische Idee von Nationalhymnen ins Unendliche auf und wirft einen Blick aus der kosmischen Perspektive darauf.
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Konzept, künstlerische Leitung, Szenographie: Daniel Dominguez Teruel Von und mit: Timoleon Papadopoulos, Luka Lenzin, Joelle Steurer, Frauke Aulbert, Ioulia Spanou, Hicham ElMadkouri, Israel Akpan Sunday, Mascha Umbach Chorleitung: Eva Spaeth, Kian Jazdi Produktions- / Technische Leitung: Florian Vitez Tontechnik: Benjamin Kurz Grafik: Friederike Wolf Produktionsassistenz: Leonie Kellein
Empowerment durch Musik
praxishandbuch veröffentlichung
Juni 2023
Ein m.E. lesenswertes Praxishandbuch zum Thema "Empowerment durch Musik" hat Welt:Stadt:Quartier - Institut für Bildung, Forschung und Entwicklung e.V. auf Peter Bleckmanns Initiative hin veröffentlicht.
Im "How-To" - Teil durfte ich auf 35 Seiten einige Unterkapitel gestalten und berichte darüber, wie Kooperation mit Gemeinschaftsunterkünften, Schulen, Nachbarschaftszentren oder großen Kultureinrichtungen gelingen kann.
Kolleg*innen aus Berlin schreiben im Buch außerdem über Kooperationen mit Jugendhilfe-Einrichtungen, Projekte der offenen Kinder- und Jugendarbeit und Öffentlichkeitsarbeit.
Das Buch steht kostenlos zum Download
Fortbildung
Badisches Staatstheater
Feb/März 23
Teil I: Kooperationsprojekte im Kulturinstitutionellen Kontext / mit Pädagog*innen aus Oper, Ballett und Schauspiel und Kooperationspartnern des Badischen Staatstheater Karlsruhe
Teil II: Diversitätsorientierte Öffnungsprozesse / mit Intendanz, künstlerischen Betriebsdirektion, Leitung Kommunikation und Marketing, Spartenleitung Volkstheater, Spartenleitung Junges Staatstheater, Chefdramaturgie, Pädagog*innen aus Oper, Ballett und Schauspiel, Opernmanager, dem designierten Ballettmanager
Für weitere Informationen zum Fortbildungsablauf kontaktieren Sie mich gerne.
Takiwatanga
the autism friendly dance performance
jan - März 23
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“Takiwatanga” is aimed at curating an interactive set of guidelines for artists and members of the dance community who would like to create autism-friendly dance performances.
The project’s team includes those living with the autism spectrum condition, dance artists, choreographers, lighting and sound experts, neurodiversity and autism consultants, as well as therapists and neuroscientists specialized in ASD.
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Carmina Burana
Konzerthaus am Gendarmenmarkt & Al-Farabi Musikakademie
Juni 2022
CHOR DER HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN
KINDERCHÖRE DER AL-FARABI MUSIKAKADEMIE
SCHLAGZEUGENSEMBLE DES KONZERTHAUSORCHESTERS BERLIN
FRANZISKA KUBA Dirigentin
SOPHIE KLUSSMANN Sopran
ZVI EMANUEL-MARIAL Countertenor
VIKTOR RUD Bariton
LUCAS & ARTHUR JUSSEN Klavier
KIAN JAZDI Choreinstudierung
CARSTEN SCHULTZE Choreinstudierung
Foto: Martin Walz
Al-Farabi Musikakademie
2019 - 2022
In der Al-Farabi Musikakademie treffen sich junge Menschen, die allein oder mit ihren Familien nach Deutschland geflüchtet sind, mit Kindern und Jugendlichen, die hier ansässig sind. In Chor und Orchester erleben sie eine Gemeinschaft der Verschiedenen – und die universelle Kraft der Musik. Namenspatron unserer Akademie ist der islamische Philosoph und Gelehrte Al-Farabi, der für die Verknüpfung des kulturellen Erbes Europas und Asiens steht.
In enger Abstimmung mit dem Vorstand leitete ich dort ein 20-köpfiges Team, bestehend aus Musiklehrkräften, Pädagog:innen und Studierenden. Außerdem habe ich dort innerhalb von drei Jahren in drei Bezirken verschiedene Chorgruppen mit zuletzt knapp 100 Kindern aufgebaut und geleitet. Neben der täglichen Probenarbeiten begleiteten uns besondere Projekte, wie z.B.
...Al-Farabi Salons - die traditionelle Salon-Idee wird aufgegriffen und als kindgerechtes Format ausgestaltet
...QuatiersMusikAkademie Paul-Hertz-Siedlung - ein musikalischer Beitrag zur Verbesserung der Identifikation mit dem Quartier.
NEUE IMPULSE
Staats- und Domchor Berlin
2022-23
In diesem Schuljahr unterstütze ich als freier Mitarbeiter den Staats- und Domchor Berlin in der Projektentwicklung von neuen Musikvermittlungskonzepten, um Bildungsbarrieren abzubauen und den Staats- und Domchor an neuen Orten der Stadt sichtbar zu machen.
WEAboutMusic
Vocalensemble Rastatt
2020/2022
Im Instagram-Channel weaboutmusic bringen Schüler:innen ihren Freund:innen und Eltern die Inhalte und Hintergründe von Konzerten näher, die sie selbst besuchen. Sie treten damit selbst in die Rolle junger Musikvermittler*innen für das Vocalensemble Rastatt und das Barockorchester Les Favorites.
2020 Britten - A ceremony of carols
2022 Händel - Acis and Galatea
2023 Bach - rekonstruierte Kantaten
HÖLLE HÖLLE HÖLLE HÖLLE
Konzerthaus Berlin & junge Norddeutsche Philharmonie
2020- 2021
Das Stück HÖLLE, HÖLLE, HÖLLE, HÖLLE, angelehnt an den Freischütz von C. M. v. Weber, war im Konzerthaus Berlin von der Jungen Norddeutschen Philharmonie im März 2021 geplant und musste auf Grund der Corona Pandemie als digitales Format umgestaltet werden.
Meine Aufgabe:
Schüler:innen der Rudolf-Virchow-Oberschule Berlin wurden von der Komponistin Paulina Sofie Kiss und mir über 16 Wochen begleitet und lernten die Oper "Der Freischütz" kennen. Im Tandem betreuten wir die Jugendlichen kreativ-pädagogisch. Im Laufe der Projektzeit entwickelte Paulina Kiss eine elektroakustische Komposition aus Aufnahmen, welche die Schüler:innen aufgenommen haben und thematisch mit dem Freischütz zusammenhängen.